Youtube, DSGVO… keine wirkliche Freude

Eigentlich sollten wir uns freuen. Am kommenden Wochenende beginnt wieder die Festzugsaison für uns. Reichensachsen, eine Woche später Johannisfest, dann Wanfried… Bilder machen, Video machen… und die Betrachter haben Spaß und Freude an den Zeitzeugnissen.

Dieses Jahr ist irgendwie alles anders. Das Problem sind zum einen Youtube und vor allem die DSGVO.
Diese Homepage wird privat betrieben. Nicht gewerbsmäßig, nicht geschäftlich, rein privat an der Freude. Dank Einnahmen durch Youtube und dem Verkauf von Fotodownloads war die Homepage für mich eine schwarze Nullnummer. Zwar keine Gewinne, aber auch keine Verluste, sprich die Sache hat sich selbst getragen.

Der Schlag Nummer eins kam im Februar. Youtube setzte die Viewzahlen, ab denen Monetarisierung greift rauf. Und das aus Sicht unserer Homepage nicht nur ein kleines bisschen, sondern in eher unerreichbare Bereiche. Wir brauchen Youtube zwar als Streaming-Partner, bekommen dafür aber nichts mehr.
Wir hatten eh schon das Problem das wir, wenn Zugteilnehmer Musik von CD spielten oder Spielmannszüge aktuelle Lieder zu erkennbar spielten, das wird die die Monetarisierung des Videos verloren haben, wenn der Rechteinhaber des Musikstücks Ansprüche anmeldete. Das Video durfte dann zwar auf der Plattform Youtube bleiben, jedoch das Geld für die eingeblendete Werbung ging dann an den Liedrechtinhaber dessen Lied im Video erkennbar war und nicht mehr an uns, die wir uns die Mühe gemacht haben das Video zu erstellen.

Das war ein Rückschlag. Aber das wäre noch verkraftbar gewesen…

Dann trat sich ein weiteres Thema los, was mittlerweile recht genervt in aller Munde liegt. Die DSGVO.

Sicher der Schutz der Verbraucher und ihrer Daten ist ein wichtiges Thema. Problematisch wird es jedoch, wenn Parlamentarier, die von der Materie keine Ahnung haben, über solches Thema entscheiden und die rechtlichen Rahmenbedingungen eher Wischi-Waschi gestaltet werden kann es problematisch werden.
So sah es der Dienstleister Fotoportopro, der für uns die Fotodownloads in den letzten Jahren angeboten hatte und stellte, da er keine Möglichkeit sah seinen Service anzubieten und dabei der DSGVO zu entsprechen, den Dienst vor 14 Tagen ein.

Klar gibt es noch andere Anbieter die ähnliches Machen, aber die wollen für einen solchen Service richtig Geld sehen und das ohne das nur ein Foto-Download verkauft wurde. Leider keine Option.

Fügen wir Werbung in die Seite ein blieben wenige Alternativen, wie z. B. Google Adsence, die aber mit Werbeblocker unbrauchbar gemacht werden können und uns somit nichts bringen. Zudem müssten wir uns dann auch mit Datenschutz, Nutzungsbedingungen und dergleichen rumschlagen. Und damit es noch surrealer wird… unsere Seite könnte damit gewerblich werden, auch wenn die Umsätze im Jahr kaum den dreistelligen Bereich erreichen.

Es würde aber dafür reichen, das formal ein Gewerbe anmelden zu müssen. Buchhalterische Arbeit für nichts zu generieren, nur damit das Finanzamt in zwei, drei, vier, fünf Jahren feststellt, das keinerlei Gewinnabsicht besteht und das ganze nur eine Liebelei ist.

Es sieht derzeit nicht gut aus und wir machen uns so unsere Gedanken.

Fest steht, das wir nach Reichensachsen kommen werden, sicher werden wir das Johannisfest wahrscheinlich auch das Wanfrieder Schützenfest auch noch mitnehmen. Nur sollten wir bis dahin keine Lösung haben, wie wir die Homepage gegenfinanzieren, ist davon auszugehen, dass werraland.net zum Jahresende – nach dann fast 17 Jahren – seinen Betrieb einstellt. Wir machen uns die Entscheidung nicht einfach. Nur in finanziell schwierigen Zeiten Geld – was privat an anderer Stelle dringender benötigt wird – ist für uns keine Alternative.

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